Das Programm
08:30
Einlass
- | Wandelhalle |
09:30
Keynote
- | Sitzungssaal | Englisch
Keynote: When AI takes your place
Dr. Martin Brynskov Universität Kopenhagen
Vita
Martin Brynskov, PhD (Informatik), ist Wissenschaftler und Experte für digitale Standardisierung an der Universität Kopenhagen, wo er als wissenschaftlicher Leiter des Bereichs „AI and Digital“ tätig ist. Derzeit arbeitet er an einem Buch mit dem Titel „When AI Takes Your Place“, in dem er untersucht, wie künstliche Intelligenz Institutionen, Infrastruktur und Alltag in Gemeinschaften unterschiedlicher Größe verändert. Seine Forschung untersucht, wie Menschen, Maschinen und hybride Systeme in gemeinsamen Umgebungen wahrnehmen, konzeptualisieren und zusammenwirken, was im Rahmen eines „Place-Based Computing“-Paradigmas als „Interaction Technologies“ bezeichnet wird.
Brynskov hat einige der weltweit größten Pilotstudien zu intelligenten und nachhaltigen Städten und Gemeinschaften geleitet, wobei der Schwerpunkt auf der Vernetzung von Gemeinschaften, Datenräumen, lokalen digitalen Zwillingen, künstlicher Intelligenz und dem Internet der Dinge lag. Er ist Standardisierungsleiter und ehemaliger Gründungsvorsitzender der in Brüssel ansässigen globalen NGO Open & Agile Smart Cities & Communities (OASC), ist Co-Vorsitzender des dänischen Normungsausschusses für Datenmanagement und Datenräume und vertritt Dänemark bei europäischen und internationalen Standardisierungsarbeiten zu Datenräumen, lokalen digitalen Zwillingen sowie intelligenten und nachhaltigen Städten und Gemeinden.
Dr. Brynskov lebt in Kopenhagen, Dänemark, und ist weltweit als Forscher, Innovator, Pädagoge und Moderator tätig, wobei er eine Brücke zwischen Forschung, Politik, Normen und groß angelegten Experimenten schlägt.
10:30
Pause
- | Wandelhalle |
Poster und Stände
11:00
Technische Umsetzung von Open Data über Grenzen hinweg
- | Sitzungssaal | Deutsch
Chair:
Linda Gernitz
Wie lassen sich Open-Data-Kataloge technisch homogenisieren und kommunenspezifisch nutzen? In dieser Session behandeln die Speaker das Urban Data Mangement. Erfahren Sie hier, wie deren Datenstrategien im Detail aussehen.
-
Norman Radtke (Institut für Angewandte Informatik e.V.) und Eric Engels (Hessisches Ministerium für Digitalisierung und Innovation): Daten-Handling im Open-Data-Portal Hessen
Eric Engels und Norman Radtke stellen in ihrem gemeinsamen Vortrag Besonderheiten bei der Nachnutzung der Datenkataloge bereits vorhandener Open-Data-Portale (z.B. Filtern nach hessischen Inhalten), bei der erweiterten Darstellung von Inhalten, bei dem Erzeugen statistischer Auswertungen der Datenkataloge sowie bei der Aufbereitung der eigenen Datenkataloge (z.B. ein Teil-Datenkatalog für jede Kommune) vor. Der Fokus bei diesen Arbeiten richtet sich dabei stark auf Daten-Homogenisierung und -Normierung, um beispielsweise das Alignment auf Dateiebene zu ermöglichen. Die vorgestellten Lösungsansätze finden sowohl innerhalb der in Hessen selbst entwickelten CKAN-Erweiterung als auch auf den Daten des Knowledge-Graphen (RDF, DCAT), unter Nutzung von SPARQL-Update-Queries, statt.
-
Matthias Rumpf: Vertrauliche Daten sicher und flexibel mit der Cell-Key-Methode veröffentlichen
Datensätze mit personenbezogenen und anderen vertraulichen Daten werden in der Regel nur summarisch und mit wenigen Unterkategorien veröffentlicht. Zu gross ist die Gefahr, dass mit einer Differenzierung zwischen verschiedenen Aufsummierungen auf vertrauliche Einzelwerte geschlossen werden kann. Die Cell-Key-Methode erlaubt eine flexible Veröffentlichung dieser Datensätze ohne dass vertrauliche Informationen preisgegeben werden. Der Vortrag präsentiert die Cell-Key-Methode und eine Softwarelösung, die den Workflow zur Erstellung von nach der Cell-Key-Methode modifizierten Datensätzen unterstützt und gleichzeitig eine Nutzeroberfläche zur Veröffentlichung bietet.
-
Guido Blome (Bundesstadt Bonn): Urban Data Management Bonn– Ein Change Projekt mit vielen Dimensionen
Die Bundesstadt Bonn verfolgt seit 2020 aktiv den strategischen Umgang mit urbanen Daten. Der Vortrag beschreibt die jüngste aktive Entwicklung in den Dimensionen technischer Aufbau einer Urban Data Platform auf Basis des Open Source Projekts Civitas Core, der Einführung einer Datenstrategie und -governance sowie den Aktivitäten zur Steigerung der Datenkompetenz in der Verwaltung und der Stadtgesellschaft. Ziel der Aktivitäten ist es umfassende Datenexzellenz im Umgang mit urbanen Daten zu erreichen.
12:30
Mittagessen
- | Wandelhalle |
Poster und Stände
13:30
Verantwortliche Digitalisierung steuern - Kommunen und Unternehmen im Dialog
- | Sitzungssaal | Deutsch
Chair:
Dr. Beate Ginzel
(Referat Digitale Stadt, Stadt Leipzig)
Fast jede zweite deutsche Großstadt setzt KI-Chatbots für Bürgeranfragen ein. Nur ein Drittel der Bevölkerung vertraut dem Staat, bis 2030 fehlen über eine Million kommunale Fachkräfte. Digitalisierung ist Pflicht – offen ist, wer dafür sorgt, dass sie verantwortlich bleibt. Kommunen und Unternehmen arbeiten längst daran, nur mit unterschiedlicher Logik über die gemeinsame Basis an Regulatorik (z. B. KI-Verordnung und DSGVO) hinaus. In Unternehmen treiben Wettbewerb, Reputation und Haftung die Auseinandersetzung mit digitaler Verantwortung. In Kommunen sind es Gemeinwohlauftrag, Verlässlichkeit und demokratische Legitimation. Beide Seiten haben Praktiken entwickelt, z. B. KI-Register, Ethik-Charta, Risikokategorisierungen, Kompetenzprogramme. Was davon trägt wo, und wo ergänzen sie sich? Das Podium bringt die die Stadt Leipzig mit der Corporate Digital Responsibility-Initiative des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz mit über zwanzig Mitgliedsunternehmen, der AOK Plus und den Stadtwerken Leipzig zusammen. Zentrale Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit fließen live in die Diskussion ein.
- Dr. Christoph Schubert (Referat Digitale Stadt, Stadt Leipzig): Kommunale Praxis: Governance, KI-Register, AG Digitale Teilhabe, Cities for Digital Rights
- Prof. Alexander Brink (CDR-Initiative und Universität Bayreuth): Impuls und (wissenschaftliche) Einordnung CDR & Verantwortliche Digitalisierung (Wirtschafts- und Unternehmensethik)
- Leonhard Henke (CDR-Initiative und CONCERN): CDR-Praxis in Unternehmen aus Entwicklungspartnerschaften
- Maximilian Förster (AOK Plus): CDR in einer Körperschaft des öffentlichen Rechts: öffentlicher Auftrag trifft Unternehmenslogik
15:00
Pause
- | Wandelhalle |
Poster und Stände
15:30
Daten für autonome Mobilität in Städten und smarte Verkehrssteuerung
- | Sitzungssaal | Deutsch
Chair:
Linda Gernitz
Gewinnen Sie praxisnahe Einblicke in die Anforderungen an moderne Mobility-Infrastrukturen. Wie kann Sicherheit aber auch Effizinenz in der Anwendung garantiert werden? Und was sind die Schlüsseltechnologien der smarten Monbilität der Zukunft?
-
Ruslan Hrushchak (BitCtrl Systems GmbH): Autonome Shuttles: Datenbasis für intelligente On-Demand-Mobilität
Autonome Shuttles sind Schlüsseltechnologien für die Mobilität der Zukunft. Doch welche Daten benötigen sie, um On-Demand-Dienste effizient und sicher anzubieten? Aufgebaut auf der langjährigen Mitwirkung im Projekt ABSOLUT II vermittelt der Vortrag praxisnahe Einblicke in die Datenanforderungen und Architekturen von autonomen Shuttle-Infrastrukturen.
- Dr. Thomas Trabert (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ): Umweltsensitives Mobilitätsmanagement mit AIAMO – Artificial Intelligence And Mobility - Praxiseinblick in die Pilotregion Leipzig
- Max Mooij (MobilityLabel BV): Den Arbeitsweg durch relevante Daten beeinflussen - Welche Rollen die Stadt und der Arbeitgeber spielen können.
-
Eike Schulz (Mobilitäts- und Tiefbauamt, Verkehrs- und Datenmanagement) und Thomas Grzeschik (Mobilitäts- und Tiefbauamt, Verkehrs- und Datenmanagement): Datengetriebenes und KI-basiertes Verkehrsmanagement in Leipzig
Das moderne dynamische Verkehrsmanagement ist zunehmend datengetrieben und smart. Durch neue Erfassungsmethoden des Verkehrs und KI-basierte Datenauswertung und Tools eröffnen sich neue Möglichkeiten zur Steuerung und Lenkung der städtischen Verkehre. Gleichzeitig werden hochwertige dynamische Daten über offene Schnittstellen für Anwender und Entwickler bereitgestellt, um Mehrwerte durch Multiplikation zu schaffen. Im Rahmen des Vortrages werden neue Anwendungen und Datengrundlagen des Verkehrsmanagements der Stadt Leipzig vorgestellt und anhand von praktischen Beispielen und Visualisierungen erklärt. Dazu gehört unter anderem eine smarte Grüne Welle-App, die KI-basierte Berechnung von Schaltzeitprognosen an den Ampeln, aber auch Lösungen zur Erkennung von aktuellen und vergangenen, atypischen Verkehrszuständen im städtischen Straßennetz sowie neue, intelligente Lösungen zur Bevorrechtigung des ÖV. Skizziert werden auch aktuelle Nutzungsmöglichkeiten von reichweitenstarken Routing-Plattformen wie Google Maps für das Verkehrsmanagement.